Genussradeln in Schleswig-Holstein

Die Idee

Schöne Ausflugsziele in SH kennenlernen – ohne ständiges Ein- und Auspacken und mit Schlechtwetteralternativen – das ist Genussradeln!

Von unserer Unterkunft geht es an 6 Radeltagen  täglich zu einem anderen Ziel. An- und Abreisetag ist - weil stressfreier- der Sonntag. Verlängerungswochen oder –tage, um die Umgebung dann noch auf eigene Faust zu erkunden, sind natürlich möglich ( Verfügbarkeit der Unterkunft vorausgesetzt).


Der Tourenverlauf:

Gen Süden; durch den Naturpark Aukrug: Bauernhofmuseum, Robustrinder, Moorlandschaft

 

Nach dem Frühstück machen wir uns auf in den Naturpark Aukrug.  Kaum merklich auf und ab geht es durch Wald- und Auenlandschaft nach Bünzen. Dort wartet eine Führung durch das kleine Bauernhofmuseum „Dat Ole Hus“ auf uns. Lohnend ist auch ein kurzer Abstecher zu den robusten Heckrindern, die in der Bünzener Au zum Erhalt der alten Kulturlandschaft beitragen. Die Rückfahrt führt uns  durch ausgedehnte Wälder und das Bargstedter Moor zurück nach Luhnstedt.

40 – 45 km,  Einkehr im Antik-Café Aukrug oder Picknick am Museum

 

•  Gen Norden; Gut Emkendorf, Eiderkanal, Schwebefähre am Nordostseekanal   

 Es geht Richtung Nordostseekanal. Wir tauchen ein in die Gutslandschaft, leicht wellig mit guten Böden. Große Felder und alte Alleen prägen das Bild. Gut Emkendorf mit seiner prächtigen klassizistischen Architektur und seinem schönen Park ist ein erstes Zwischenziel. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Gut politischer und literarischer Treff. Durch den Naturpark Westensee führt der Weg zum alten Eiderkanal bei Klein-Königsförde.  Ein schöner Rastplatz an restaurierter Schleuse und Brücke lädt zum Picknick ein. Oder aber wir kehren ein im Kaffeegarten des Himbeerhofes Steinwehr. Weiter geht es nun am Nordostseekanal,  mit der Chance, dem einen oder anderen Hochseeschiff zu begegnen. Über eine abwechslungsreiche Strecke durch das Wilde Moor kommen wir wieder zurück nach Luhnstedt. Wer sich die Gesamtstrecke nicht zutraut, kann auch erst am Gut Emkendorf dazu stoßen und auf dem Rückweg dort wieder ins Auto steigen.70 km, Einkehr im Himbeerhof oder Picknick an der Schleuse

 

•  Gen Osten; Zu seltenen Haustieren, Badeseen und alter Klosterkirche   

Transfer bis Parkplatz Badeanstalt Borgdorf-Seedorf . Auf kleinen Straßen und Spurbahnen erreichen wir den Brahmsee. Hier hatte Helmut Schmidt sein Ferienhaus. Unser Interesse gilt der einmaligen Einrichtung eines Haustierparks zum Erhalt alter, vom Aussterben bedrohter Haustierrassen, der „Arche Warder“. Wir nehmen uns etwas Zeit, diesen Park zu Fuß zu erkunden. Sollte aber das Wetter ein Bad lustvoller erscheinen lassen, gibt es einen  Badestopp am Bordesholmer See, den wir über Langwedel und das alte Bordesholm erreichen. Über dem See liegt die Klosterkirche, Rest einer alten Klosteranlage der Augustiner Chorherren und Keimzelle der Kieler Christian-Albrecht-Universität. Der weitere Weg führt uns am Seeufer bis Mühbrook und weiter zum großen Moor bei Schülp. Nach intensivem Torfabbau ist es inzwischen renaturiert und Brut- und Rastplatz vieler Vogelarten. Von dort noch einen Abstecher über das Städtchen Nortorf mit Skulpturenpark und Eisdiele, und schon haben wir die Autos wieder erreicht.

35 km, ohne Transfer ca. 20 km mehr. Diverse Einkehr- oder Picknickmöglichkeiten auf der Strecke.

 

•  Gen Westen; Auf dem Ochsenweg und entlang des Kanals   

Wir fahren ein Stückchen auf dem Ochsenweg, der alten Handelsstraße zwischen Dänemark und Norddeutschland. Die erste Etappe führt nach Hohenweststedt, wo wir uns die Ochsentränke und das „Muschelhaus“ anschauen. Weiter geht’s nach Jahrsdorf. Dort verlassen wir  den Ochsenweg Richtung Westen zum Gut Ostermühlen mit seinen schönen Fischteichen und einer Wassermühle. Dort erwartet uns ein kleines Picknick. Gestärkt treten wir den Rückweg an, der uns durch Moorlandschaften  zum Nord-Ostseekanal  und zurück nach Luhnstedt führt.

60 km, Picknick am Gut Ostermühlen.

 

• Zur Nordsee; Haubarg und Dünensand  

Zeitige Abfahrt nach Tönning

Seit der Errichtung des Eidersperrwerks ist es ruhiger im Hafen von Tönning geworden. Die Erkundung der alten Hafenstadt heben wir uns für den Nachmittag auf. Per Rad geht es erst entlang der Eidermündung durchs Katinger Watt, dann immer dem Süddeich der Halbinsel Eiderstedt folgend nach St.Peter-Ording. Dort müssen wir uns im Dorf; gegenüber vom Heimatmuseum einen Hausgiebel anschauen. Denn dort ist der der Trinkspruch „Et gah uns wol up unse olen dage“ (Es gehe uns wohl auf unsere alten Tage) abgebildet, der Martje Flohr zugeschrieben wird, die ihn im Alter von 10 Jahren während der Belagerung Tönnings 1700 vor einer Gruppe feindlicher Offiziere ausgebracht haben soll und der nun auch die Lohdiele unserer Unterkunft ziert. In Sankt Peter Ording Bad lockt einer der breitesten Strände Europas. Mit einem Blick auf den Westerhever Leuchtturm verabschieden wir uns vom Meer und wählen für den Rückweg eine Route durch altes fruchtbares Marschland. Bei einem Stopp in Tating reizen besonders ein Besuch der ältesten Kirche Eiderstedts, St.Magnus, und des Hochdorfer Gartens mit seinem Haubarg. Über Garding geht es zurück nach Tönning. Hier lässt es sich noch schön bummeln und zu Abend essen.

60 km, verschiedene Einkehrmöglichkeiten, Abendesse in Tönning

 

•  Zur Ostsee; Rund um die innere Schlei   

Gemeinsame Abfahrt nach Schleswig Haddeby

In der Nähe der alten Wikingersiedlung Haithabu starten wir unsere Fahrradtour. Am Südufer der Schlei, einer Meeresbucht der Ostsee, die über 40 km ins Land reicht, radeln wir leicht bergauf und bergab nach Louisenlund, einem Schlossinternat mit herrlicher Parkanlage am Ufer der Schlei. Auf abwechslungsreichen Wegen erreichen wir Missunde, an der schmalsten Stelle der Schlei gelegen. Eine Fähre bringt uns ans andere Ufer. Leicht hügelig geht es über Brodersby und Füsing, schließlich auf der Trasse der ehemaligen Kleinbahn in die Altstadt von Schleswig. Hier locken Sehenswürdigkeiten wieder Dom mit einem eindrucksvollen Brüggemann-Altar, die Fischersiedlung Holm und das Schloss Gottorf. Nur noch ein Katzensprung ist es bis zum Parkplatz Haddeby, vielleicht bleibt noch etwas Zeit und Energie, sich mit der Geschichte der Wikingersiedlung zu beschäftigen.

35 km, Einkehr in Missunde,  Abendessen in Haddeby oder Schleswig

 

•  Alternativroute: Auf in die Mitte:   

Transfer nach Neumünster der viertgrößten Stadt Schleswig-Holsteins.

Von unserem Parkplatz im Stadtwald aus radeln wir in nördlicher Richtung zum Einfelder See und entlang des Naturschutzgebietes Dosenmoor nach Bokhorst, wo wir eine Draisine mieten können, um ein ganz anderes Radeln zu erleben (Dauer ca. 1,5 Std.).  Nach diesen Spaß geht es -häufig in Sichtweite der stillgelegten Bahnstrecke-zum Gerisch Skulpturenpark in dessen wunderschönem Garten ein Cafe zu einer Rast einlädt. Dann ist es nur noch ein kurzes Stück, bis wir unseren Ausgangspunkt wieder erreichen 

             50 km, Einkehr in Neumünster


Wissenswertes

  • Die Tagesetappen liegen zwischen 35 und 70 km. Das Streckenprofil ist eben bis leicht hügelig. Allerdings weht hier im Norden häufig der Wind (leider nicht immer von hinten).
  • Startzeit ist täglich zwischen 09:30 und 10:00.
  • Verpflegung: Frühstück in Eigenregie, Mittagsrast entweder als Picknick oder als Einkehr.  Abends kochen und essen wir entweder gemeinsam in unserem Quartier, oder in Restaurants an den Zielorten.
  • Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 4 Personen, die maximale Teilnehmerzahl bei 10 Personen.

Die Termine :

... stehen nicht fest. Melden Sie sich einfach! Sobald 4 Interessenten zusammengekommen sind, versuchen wir einen passendenTermin zu finden.

Die Tourenleitung

Unser Radreiseführer ist ein gebürtiger Holsteiner und wohnt auf einem alten Hof in Luhnstedt. Er leitet seit über 20 Jahren Radreisen und war schon in halb Europa mit dem Rad unterwegs. Uns aber zeigt er die schönsten Ziele seiner Heimat.